Konzept

36 Künstler,

das Rudel ist ein altes Wort. Bayreuth ist ein gutes Wort für unsere Zwecke, es ist so real wie dies ein Markt ist.
Das Rudel verbindet einen Strang von Klang und Antwort auf Bedeutung der Frage nach Ort und Identität, nach Komplexität und Flüchtigkeit.
Es jagt die Monopole der Deutungshoheit und Selbstbehauptung. Das Katasteramt des Dschungels ist die Illusion eines scheuen Rehs, das sich vollgefressen hat.
Distanzlos wird das Rudel verstanden worden sein und das ist gut so wenn es dann augenblicklich am Horizont weiterfährt, detailverliebt und verständnislos. Desorganisation ist das Multiplex der transformativen Behörde wo Misstrauen und Paranoia zu einer Kettenreaktion subjektiver Hochtouren rätselhaft fusionieren.
In diesem Sinne bitten wir Kolleginnen und Kollegen, sich diesem Experiment zu stellen und teilzunehmen am

Sonntagsausflug zum

Schauplatz

in der Karl-Schüller-Strasse zu Bayreuth. der Ausstellungsort, an dem Fülle und Detail zusammenfinden werden. Ziel ist die Verwirklichung einer Ausstellung, die entgegen der herkömmlichen Darreichung von Kunst vollständig auf Komplexität, Osmose und Simultanität setzt.
Basis ist die Bereitschaft der beteiligten Künstler, sich mit ihrer Arbeit an diesem von Marktregeln abgelösten Ort in einen Prozess der maximalen Verdichtung zu begeben.


Die Künstler

der ersten Phase sind die, deren Position die persönliche Wertschätzung der SILIXENAG finden. Anschließend werden diese Künstler weitere Kollegen beteiligen, deren Benennung wiederum auf Basis persönlicher Wertschätzung erfolgt. Ebenso werden wiederum diese Kollegen weitere Künstler hinzubitten.
So entsteht auf der Basis der lokalen SILIXENAG eine breite und sehr offene Versammlung verschiedener Positionen und Personen, deren Verflechtung rein subjektiver Natur entspringt.

Der Prozess

findet statt in einem Zeitfenster vom 15.Juli bis zum 15.August.
Kernbereich ist die Gestaltung des Schauplatzes. Binnen der ersten vier Tage werden die Beteiligten ihre Arbeiten frei positionieren bzw. ihre Aktionen vorbereiten.
Freie Positionierung bedeutet, dass Anzahl und Umfang der Arbeiten nicht begrenzt sind, sowie dass kein Anspruch auf Distanz zu anderen Arbeiten besteht.
Die SILIXENAG geht davon aus, dass die Beteiligten einen spezifischen Umgang in Form und Inhalt ihrer Arbeit finden werden, der die Situation der räumlichen Grenzen des Schauplatzes und der freien Positionierung beachtet und der Kommunikation untereinander angemessenen Stellenwert einräumt.

Zum Ausstellungsobjekt ist ein Katalogheft erschienen.